Praxisschild

 

Dr. med. Hans-Otto Pusch
Facharzt für Nuklearmedizin

Hebronberg 5
35041 Marburg-Wehrda

Telefon: 0 64 21 - 40 73 00
Fax: 0 64 21 - 40 73 01

 

Sprechzeiten:

Montag von 8:00 - 16:00
Dienstag von 8:00 - 17:00
Mittwoch von 8:00 - 13:00
Donnerstag von 8:00 - 16:00
Freitag von 8:00 - 14:00

 

Leistungen

Hier finden Sie eine Auswahl der wichtigsten Leistungen unserer Praxis.

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Herzszintigramm   Herzszintigramme

Die Untersuchung wird durchgeführt bei Patienten mit unklaren Brustschmerzen, auffälligen EKG Veränderungen, Herzrhythmusstörungen oder nach Herzinfarkt sowie nach Bypassoperation. Die Herzszintigraphie ist eine sehr gute und im Vergleich zum Herzkatheter nicht-invasive Methode zum Nachweis oder Ausschluß relevanter Durchblutungsstörungen bei der koronaren Herzkrankheit oder auch Teilschichtschäden, bei der nicht die gesamte Herzwand betroffen ist. Im Gegensatz zum Herzkatheter werden auch Durchblutungsstörungen aufgrund von Veränderungen der winzigsten Arterien nachgewiesen (z.B. bei Diabetes mellitus) und die Risiken einer invasiven Herzkatheteruntersuchung werden vermieden.

Die Herzszintigraphie wird grundsätzlich als Schichtuntersuchung (Myocard- SPECT) durchgeführt und ist eine Messung der Herzdurchblutung. Hierzu wird eine spezieller Durchblutungs-Marker (Thallium 201) in die Vene eingespritzt.

Die Untersuchung beruht auf dem Vergleich der Herzdurchblutung unter maximaler Belastung mit der unter Ruhebedingung, d.h. es sind in der Regel zwei Aufnahmen erforderlich. Diese werden an einem Tag durchgeführt (ca. 4-5 Std. mit 3stündiger Pause).

Die Herzbelastung wird entweder mit Fahrradergometer wie ein Belastungs-EKG oder aber auch, falls dies nicht möglich ist, mit medikamentöser Belastung (Dipyridamol) durchgeführt und zum Schluss der Belastung wird das Radiopharmakon in die Vene eingespritzt.

Untersuchungsvorbereitung: nüchtern und ohne Medikamente am Untersuchungstag (Herz- oder Bluthochdruckmedikamente).

 

Knochenszintigramm   Knochenszintigraphie

Sie dient der Untersuchung von krankhaften Veränderungen der Knochen und Gelenke mit Darstellung des Knochenstoffwechsels, insbesondere können so degenerative Erkrankungen der Gelenke, Entzündungen, Knochenbrüche oder aber auch in der Nachsorge von Tumorerkrankungen Knochenmetastasen nachgewiesen werden.

Hierzu wird ein knochenstoffwechselaktiver Marker (Phosphonat, bei uns HDP) an das Radionuklid Technetium 99m gebunden und in die Vene eingespritzt. Erst nach ca. 2-3 Stunden hat sich die Substanz im Knochen angereichert, weshalb auch dann erst die Aufnahmen angefertigt werden können.

Wenn auffällige Anreicherungen nicht sicher einem bestimmten Knochen oder Gelenk zugeordnet werden können, kann eine SPECT (Schichtuntersuchung) zusätzlich erforderlich sein.

 

Mehrphasenszintigraphie

Prinzipiell gleiche Untersuchung wie die Knochenszintigraphie, nur fertigt man zusätzlich Aufnahmen unmittelbar nach Injektion des Radiopharmakons an.

Insbesondere dienen die frühen Aufnahmen dem Nachweis oder Ausschluss von Gelenk- oder Knochenentzündungen oder z.B. einer Gelenkprothesenlockerung.

 

Nierenfunktionsszintigramm   Knochendichtemessung

Bei der Knochendichte- oder Osteoporosemessung wird die Knochenstruktur am Lendenwirbel und am Schenkelhals gemessen um das Osteoporose- Risiko zu beurteilen. Denn hier treten die typischen Veränderungen meistens zuerst auf.

Wann wird dieses Verfahren eingesetzt?
Die Osteoporose ist eine der häufigsten Erkrankungen im Alter. Um rechtszeitig vorzusorgen empfehlen wir eine Erstuntersuchung ab dem 50. Lebensjahr. Liegen bestimmte Risiko- Faktoren vor, sollte die Osteoporosemessung schon in jüngeren Jahren erfolgen. Zu den Risiko- Faktoren gehören Rauchen, längere Cortison- Therapien, längere Therapien mit Heparin, Osteoporose in der Familie, Depressionen, schlanker Körperbau/Untergewicht, Fehlernährung, bestimmte Darmerkrankungen (Malabsorption), Stoffwechselerkrankungen (z.B. Schilddrüsenüberfunktion).

Wie läuft die Untersuchung ab?
In unserer Praxis wird die DXA- Methode angeboten. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten und ist absolut schmerzfrei. Die Strahlenexposition ist sehr gering.

Eine spezielle Vorbereitung ist nicht notwendig. Wenn bereits Vorbefunde vorliegen, sollten diese zur Untersuchung mitgebracht werden.

 

Lunge   Lungenperfusionsszintigramm

Die Untersuchung dient dem Nachweis von Lungenembolien. Zur Diagnostik werden Tc-99m-markierte Nanocolloide injiziert. Die injizierten Partikel führen zur reversiblen Embolie der kleinsten Lungenarterien. Bei Lungenembolien ist ein ganzes Areal ohne Speicherung.

 

Palliative Schmerztherapie   Palliative Schmerztherapie

Schmerztherapie bei Knochenmetastasen

Viele Krebspatienten mit Prostata-, Brust- oder Lungenkrebs leiden unter schmerzhaften Knochenmetastasen, die ihre Lebensqualität beeinträchtigen. Für die Entstehung des Schmerzes gibt es unterschiedliche Gründe: zum Beispiel mechanische Einflüsse, wenn der Tumor in den Knochen hineinwächst, dabei Schmerzstoffe freisetzt oder Nerven reizt.

Oft lassen sich diese Knochenschmerzen auch mit sehr wirksamen Schmerzmitteln nur unzureichend unterdrücken. Der behandelnde Arzt kann die Dosierung nicht beliebig steigern, er muss z.B. bei Opiaten auch Nebenwirkungen wie Verstopfung, Müdigkeit und Atmungsprobleme beachten. Eine wirksame Ergänzung, ggf. sogar eine Alternative zur medikamentösen Schmerztherapie mit starken Nebenwirkungen, bietet die Radionuklidtherapie.

Wie wirkt die Radionuklidtherapie?
Die Radionuklidtherapie setzt genau da an, wo der Schmerz entsteht. In vielen Knochenmetastasen wird neue Knochensubstanz aufgebaut. Dazu verwendet der Körper Bausteine wie Kalzium oder Phosphat. Bietet man ihm ähnliche Bausteine an, die radioaktiv sind, baut er sie ebenfalls in die neue Knochensubstanz ein. So kann man die Knochenmetastasen in einem Skelettszintigramm nachweisen, und genauso funktioniert auch die Radionuklidtherapie.
Dabei wird zum Beispiel das Radionuklid Samarium-153 eingesetzt. Die Strahlung ist aber viel höher als bei einer Skelettszintigrafie zur Diagnostik. Das muss auch so sein, denn die Strahlung schädigt die Tumorzellen in den Metastasen. In der Folge geht der Schmerz zurück oder verschwindet manchmal sogar vollständig. Gesundes Gewebe wird weitgehend geschont, weil es das Radionuklid nicht aufnimmt und die Strahlung nur eine Reichweite von einigen Millimetern hat und somit das gesunde Gewebe kaum erreicht.

Radiosynoviorthese   Radiosynoviorthese

Die RSO ist eine Methode zur Behandlung von entzündlichen Gelenkerkrankungen (Arthritis, aktivierte Arthrose) mit so genannten Betastrahlern. Dies sind Radionuklide, die ß- Strahlung aussenden. Diese haben die Eigenschaft, dass sie nur eine kurze Reichweite besitzen und im Gelenk die entzündliche Aktivität vermindern durch Zerstörung von Entzündungszellen und entzündlich veränderter Synovia (Gelenkschleimhaut). Je nach Größe des Gelenkes kommen verschiedene Radionuklide mit jeweils unterschiedlichen Reichweiten zum Einsatz: Rhenium-186, Erbium-169, Yttrium-90.
Das entsprechende Radionuklid wird unter Röntgenkontrolle in das Gelenk injiziert. In den darauf folgenden 48 Stunden sollte das Gelenk nicht belastet werden. Der lindernde Effekt tritt bei über der Hälfte der behandelten Fälle ein und hält mehrere Wochen bis Monate, in manchen Fällen Jahre an

 

Schilddrüse  Schilddrüsendiagnostik
  • Ultraschall
  • Labordiagnostik (Schilddrüsenhormone, Antikörper, Tumormarker)
  • Feinnadelpunktion
  • Schilddrüsenszintigraphie

 

Die Schilddrüse ist ein sehr kleines aber wichtiges Organ und ist durch Bildung von Schilddrüsenhormonen an allen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt. Dadurch kann eine Funktionsstörung vielfältige Beschwerden verursachen. Auch dann kann es durch Vergrößerungen (Kropfbildung) oder Knotenbildung zu Beschwerden im Halsbereich kommen.
Schilddrüsenerkrankungen sind in Deutschland weit verbreitet. Laut neueren Studien leidet fast die Hälfte der Bevölkerung daran. Meistens handelt es sich um Kropfbildung mit oder ohne Knoten, die hauptsächlich auf den in Deutschland bestehenden Jodmangel zurückzuführen sind. Außerdem gibt es noch so genannte Autoimmunerkrankungen, bei denen der Körper aus bisher noch nicht geklärten Gründen Antikörper gegen die Schilddrüse bildet, was dann zur Über- oder Unterfunktion führen kann. In ganz seltenen Fällen gibt es auch Schilddrüsenkrebs.

Die Schilddrüsendiagnostik umfasst zum einen die Ultraschalluntersuchung, mit der Größe, Knotenbildung oder auch Gewebeveränderungen festgestellt werden, zum anderen die Untersuchung der Funktion mittels Schilddrüsenszintigraphie und Bestimmung der freien Schilddrüsenhormone (fT3, fT4, TSH) im Blut.

Außerdem werden noch bestimmte Antikörper im Blut bestimmt (TAK, Anti- TPO, TRAK), die gegen die Schilddrüse gerichtet sind und bei Nachweis den Hinweis auf eine Autoimmunerkrankung liefern.

Bei Knotenbildung ist in der Regel ein Schilddrüsenszintigramm erforderlich, um zu überprüfen, ob es sich um kalte oder warme Knoten handelt. Kalte Knoten haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, bösartig zu sein, während warme Knoten zur Schilddrüsenüberfunktion führen können. Daher sind bei Knotenbildungen grundsätzlich regelmäßige Kontrollen erforderlich, bei Wachstum auch eine weitere Abklärung - zunächst meist mittels Feinnadelpunktion. Hierzu werden mit einer Nadel einige Zellen entnommen und untersucht, ob diese bösartig sind.

Die Behandlung bei Schilddrüsenerkrankungen erfolgt in der Regel medikamentös durch Einsatz von Schilddrüsenhormonen (meist L-Thyroxin), Jod oder auch schilddrüsendämpfenden Medikamenten (sog. Thyreostatika, bei Überfunktion), bei Verdacht auf Bösartigkeit oder deutlichen Beschwerden im Halsbereich durch Kropfbildung auch Operation.

Untersuchungsvorbereitung: Es sind keinerlei Vorbereitungen erforderlich.